Heute Abend hat uns eine Huntsman- Spinne einen Besuch abgestattet. Die kam einfach mal so unter der Tür zur Garage durchgekrochen. Ich war grade in meinem Zimmer, als ich plötzlich Kirstens Schrei vernommen habe und als ich dann ins Wohnzimmer gegangen bin, um nachzusehen ob alles in Ordnung ist, habe ich die Spinne auf dem Boden umherwuseln sehen. Diese Huntsmen können richtig fett und eklig werden, größer als eine durchschnittliche Hand groß ist. Wir hatten es aber zum Glück nur mit der Babyversion davon zu tun. Shaun hat das böse Tier dann vorsichtig auf einem Blatt Papier rausgebracht. Ich hab sogar noch schnell ein Foto schießen können. Aber komischerweise kann ich momentan keine Bilder mehr hochladen, weil mein Speicherplatz, den ich hier zur Verfügung habe, scheinbar voll ist. Ich hoffe ich kann dieses Problem irgendwie beheben und dann bald wieder Fotos reinstellen.
-> Nur so zur Info: Huntsmen sind für Menschen nicht tödlich, wenn man gebissen wird, kommt es nur zu einer Schwellung, die nach ca. einem Tag wieder abklingt. Es sind aber auch Fälle bekannt, wo es zu schlimmeren Auswirkungen gekommen ist. Aber über sowas will ich lieber gar nicht weiter nachdenken.. ich bin jedenfalls heilfroh, dass mir sowas noch nicht passiert ist wenn ich alleine zu Hause war!
Mittwoch, 21. November 2012
Samstag, 17. November 2012
Heute habe ich mit Carla und Elisa einen Tagesausflug in den Litchfield National Park gemacht
[Carla kommt aus Deutschland und arbeitet als Houseparent mit den Internatsschülern an James' und Danielles Schule., Elisa ist Italienerin, wohnt in der gleichen Suburb wie ich und ist auch ein Au- Pair.]
Nach ungefähr 1,5 Stunden wir dort angekommen. Unser erster Halt war bei den Termite Mounds (Termitenhügeln). Die stehen da einfach überall rum, in allen Größen und Formen. Das ist schon faszinierend, wie diese kleinen Tierchen solche Meisterwerke bauen können. Und vor allem wie viele es davon gibt!
Danach sind wir weitergefahren zu den Florence Falls. Da war es echt wunderbar, fast ein bisschen paradiesisch. Und das Beste daran: keine Quallen, keine Krokodile oder sonstige Bösewichte -> das heißt wir konnten ein erfrischendes Bad unter den Wasserfällen nehmen! :) Es ist einfach ein wunderschöner Ort...
Ein paar verrückte Australier sind sogar von den Felsen bzw. von der Spitze des Wasserfalls runtergesprungen, das waren bestimmt so um die 10 Meter.
| Ausblick von der Aussichtsplattform |
Um zurück zum Auto zu gelangen, haben wir den abenteuerlicheren, längeren Weg genommen. Der ging so ziemlich durch den Busch, aber war echt cool.
Auf der Fahrt Richtung Heimat hat es plötzlich derbst angefangen zu regnen. Das war echt extrem, ich bin erst immer langsamer gefahren, weil ich nicht viel sehen konnte. Aber irgendwann ging es einfach gar nicht mehr, sodass ich am Straßenrand halten musste. Wir haben ca. 10 Minuten gewartet, bis es ein bisschen besser zu werden schien, und sind dann weitergefahren. Auf der restlichen Fahrt hat es immer mal wieder angefangen und aufgehört zu regnen, aber trotz Allem sind wir gut zurück in Darwin angekommen.
Heute bin ich das erste Mal in Australien schneller als 100 km/h gefahren, ist mir aufgefallen. Denn auf den Highways, wo ich bis jetzt so unterwegs war, lag das Speelimit immer bei 100. Aber heute durfte ich den meisten Teil der Strecke sogar 130 fahren - das war für mich wie gefühlte 190, weil ich das Tempo einfach nicht mehr gewöhnt bin.
Was ich von dem Ausflug mit nach Hause genommen habe: einen fetten, merkwürdig geformten Sonnenbrand auf den Wangen ;D
Montag, 12. November 2012
♫ Who let the turtles out? Who, who, who, who?
Heute haben wir mal so richtig die Sau ... ähh, die Schildkröten rausgelassen!
Vor ein paar Wochen hat Kirsten mitbekommen, dass man sich hier bei einer Tierschutzsorganisation zum Freilassen der kleinen Schildkröten am Strand anmelden kann und weil das ja für die Kinder und auch für die Erwachsenen eine schöne Sache ist, hat sie da gleich de ganze Familie registriert. Keiner wusste genau, wann das passieren würde. Aber ich habe natürlich gehofft, dass es noch passieren würde, bevor ich nach Sydney fliege und siehe da - heute Vormittag bekomme ich eine Nachricht von Kirsten:
The turtle release is happening tonight!
Wohoo, da hab ich mich natürlich gefreut und als ich den Kindern nach der Schule davon erzählt habe, waren sie auch ganz aus dem Häuschen. 5:30 pm gings los und es waren echt viele Leute da. Am Anfang hat ein Mann von der Organisation uns viel über Schildkröten erzählt, das war echt interessant, zugleich aber auch ein bisschen traurig, denn wir haben unter anderem erfahren, dass nur 10% der gelegten Eier das Meer erreichen und tatsächlich überleben.
Nachdem einer kleinen Einweisung ging dann der Prozess der Freilassung los. Dazu mussten wir uns alle in einem großen Halbkreis aufstellen. Die Mitarbeiter der Organisation haben dann nacheinander in der Mitte die Schildkröten auf den Boden gesetzt und um jede Schildkröte hat sich dann eine kleine Gruppe von Menschen gebildet, deren Aufgabe es war, ihre Schildkröte sicher zum Meer zu begleiten. Die Hauptgefahren für die Schildkröten wären dabei gewesen entweder von einem Vogel angegriffen zu werden oder einem Menschen unter die Füße zu kommen. Heute ist glücklicherweise keiner von beiden Fällen eingetreten und alle Schildis haben es gesund und munter ins Wasser geschafft.
| Teilweise hatten sie es so eilig, dass sie sogar übereinander gewatschelt sind :) |
Ich hab hier noch ein kleines Video von der Schildkröte, die unter meinem persönlichen Schutz stand. Hach, die werden ja so schnell erwachsen...! ;)
Als wir danach ins Auto steigen und nach Hause fahren wollten, habe ich zum Ersten Mal eine direkte Begegnung mit einem Aboriginie gehabt. Wir waren mit zwei Autos dort und ich war mit James, Connor und Danielle unterwegs, das heißt wir hatten noch einen Platz frei. Als wir grade einsteigen wollten kam also dieser Typ und hat gefragt, ob wir ihn mitnehmen können bis zur nächsten Ecke. Mir war das Ganze aber nicht so geheuer und ich hab nein gesagt, auch wenn er mir ein bisschen Leid tat. Aber so einfach hat der sich nicht abwimmeln lassen. Er hat noch mehrmals nachgefragt und gebettelt und hat gesagt er würde mir auch ganz viel Geld dafür bezahlen, was mir das Ganze aber noch suspekter gemacht hat - er wollte ja immerhin nur bis zur nächsten Ecke mitfahren. Nachdem ich gemerkt habe, dass der nicht locker lässt, habe ich versucht einfach die Tür zuzumachen. Das ging aber auch nicht, weil er mit seinem Arm davor stand. Ich hatte echt ganz schön Angst und die Kinder glaub ich auch. Gott sei Dank ist er dann kurz darauf abgehauen!
Donnerstag, 8. November 2012
Hier regnet es in letzter Zeit vermehrt und ich muss sagen: Gewitter in Darwin sind echt irgendwie nicht so lustig. Der Donner ist hier unglaublich laut, das kann einem manchmal ganz schön Angst einjagen! Vor allem wenn man friedlich schläft und von so einem Megadonner geweckt wird.
Aber der Regen ist echt gut, weil er die Temperaturen ein bisschen abkühlt - wobei die Betonung auf "ein bisschen" liegt :D Heiß ist es leider immernoch.
Aber der Regen ist echt gut, weil er die Temperaturen ein bisschen abkühlt - wobei die Betonung auf "ein bisschen" liegt :D Heiß ist es leider immernoch.
Montag, 5. November 2012
Grade war der Melbourne Cup - das wohl bedeutendste Pferderennen in Australien. Kirsten hatte auf "American", das Gewinnerpferd vom letzten Jahr gewettet und wir haben vor dem Fernseher mitgefiebert. Hier scheint ganz schön populär zu sein, Wetten für den Melbourne Cup abzuschließen. Leider hat dieses Jahr "Green Moon" gewonnen.
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