♫ Who let the turtles out? Who, who, who, who?
Heute haben wir mal so richtig die Sau ... ähh, die Schildkröten rausgelassen!
Vor ein paar Wochen hat Kirsten mitbekommen, dass man sich hier bei einer Tierschutzsorganisation zum Freilassen der kleinen Schildkröten am Strand anmelden kann und weil das ja für die Kinder und auch für die Erwachsenen eine schöne Sache ist, hat sie da gleich de ganze Familie registriert. Keiner wusste genau, wann das passieren würde. Aber ich habe natürlich gehofft, dass es noch passieren würde, bevor ich nach Sydney fliege und siehe da - heute Vormittag bekomme ich eine Nachricht von Kirsten:
The turtle release is happening tonight!
Wohoo, da hab ich mich natürlich gefreut und als ich den Kindern nach der Schule davon erzählt habe, waren sie auch ganz aus dem Häuschen. 5:30 pm gings los und es waren echt viele Leute da. Am Anfang hat ein Mann von der Organisation uns viel über Schildkröten erzählt, das war echt interessant, zugleich aber auch ein bisschen traurig, denn wir haben unter anderem erfahren, dass nur 10% der gelegten Eier das Meer erreichen und tatsächlich überleben.
Nachdem einer kleinen Einweisung ging dann der Prozess der Freilassung los. Dazu mussten wir uns alle in einem großen Halbkreis aufstellen. Die Mitarbeiter der Organisation haben dann nacheinander in der Mitte die Schildkröten auf den Boden gesetzt und um jede Schildkröte hat sich dann eine kleine Gruppe von Menschen gebildet, deren Aufgabe es war, ihre Schildkröte sicher zum Meer zu begleiten. Die Hauptgefahren für die Schildkröten wären dabei gewesen entweder von einem Vogel angegriffen zu werden oder einem Menschen unter die Füße zu kommen. Heute ist glücklicherweise keiner von beiden Fällen eingetreten und alle Schildis haben es gesund und munter ins Wasser geschafft.
| Teilweise hatten sie es so eilig, dass sie sogar übereinander gewatschelt sind :) |
Ich hab hier noch ein kleines Video von der Schildkröte, die unter meinem persönlichen Schutz stand. Hach, die werden ja so schnell erwachsen...! ;)
Als wir danach ins Auto steigen und nach Hause fahren wollten, habe ich zum Ersten Mal eine direkte Begegnung mit einem Aboriginie gehabt. Wir waren mit zwei Autos dort und ich war mit James, Connor und Danielle unterwegs, das heißt wir hatten noch einen Platz frei. Als wir grade einsteigen wollten kam also dieser Typ und hat gefragt, ob wir ihn mitnehmen können bis zur nächsten Ecke. Mir war das Ganze aber nicht so geheuer und ich hab nein gesagt, auch wenn er mir ein bisschen Leid tat. Aber so einfach hat der sich nicht abwimmeln lassen. Er hat noch mehrmals nachgefragt und gebettelt und hat gesagt er würde mir auch ganz viel Geld dafür bezahlen, was mir das Ganze aber noch suspekter gemacht hat - er wollte ja immerhin nur bis zur nächsten Ecke mitfahren. Nachdem ich gemerkt habe, dass der nicht locker lässt, habe ich versucht einfach die Tür zuzumachen. Das ging aber auch nicht, weil er mit seinem Arm davor stand. Ich hatte echt ganz schön Angst und die Kinder glaub ich auch. Gott sei Dank ist er dann kurz darauf abgehauen!
Tsooo tsüsss :D Aber nur 10% der Eier erreichen das Meer? Ich dachte, die schlüpfen vorher!? ;-P
AntwortenLöschenDa kann man schon verdammt neidisch werden, sind echt schöne Bilder.
Ich hätte ja spontan ein anderes Bild von den Aborigines gehabt... Vielleicht lernt ihr auf euren Reisen ja noch weniger gruselige kennen :)